Unter den Bundeswehrstiefeln, auch Kampfstiefel genannt, versteht man die mittelschweren bis schwere Lederstiefel der Soldaten der Bundeswehr. Diese Schuhe werden zur regulären Uniform im täglichen Dienst getragen. Gelegentlich werden sie aber auch zum „großen Diener“ getragen.
Je nach Einheit kann sich das Design dieser Stiefel unterscheiden. So haben z.B. die Gebirgsjäger, Gebirgspioniere, Gebirgsfernmelder, etc. die so genannten Bergstiefel. Sie unterscheiden sich von den „normalen“ Kampfstiefeln der Bundeswehr, da sie weniger hoch über den Knöchel reichen und eine trittfestere Sohle aufweisen.
Die meisten anderen Einheiten der Bundeswehr, besitzen aber das reguläre „Model 2000“ des Kampfstiefels. Dieser Stiefel ist aus Rindsleder gefertigt und auch innen, bis oben hin, mit Leder gefüttert. Im Gegensatz zu früheren Modellen wurde bei diesem die Stahlkappe über den Zehen durch eine Plastikkappe ersetzt, was sich weniger auskühlend auf die Füße auswirkt.
Durch die zunehmenden Auslandseinsätze der Bundeswehr, hat diese vor einiger Zeit damit begonnen, die Uniformen Ihrer Soldaten auf örtlichen klimatischen Bedingungen anzupassen. Darunter fällt natürlich auch das Schuhwerk. So bekommen z.B. Soldaten die in den ISAF-Einsatz nach Afghanistan gehen einen hellen, leichten und sandfarbenen Schnürstiefel, der teilweise aus Stoff und hellem Wildleder besteht. Zu Beginn des KFOR-Einsatzes im Kosovo wurden, den heutigen Afghanistanstiefel sehr ähnliche, Schnürstiefel ausgegeben die aus grünem Stoff und glattem schwarzem Leder bestanden.
In den Dienststellen, in denen der Dienstherr es gestattet, sieht man vermehrt auch Soldaten, die sich ihre Stiefel selbst kaufen. Gründe hiefür sind bessere Qualität und höherer Tragekomfort. Beliebte Marken bei Soldaten sind z.B. Haix, Meindl und Hanwag.